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Ein Fahnenmast mit gehisster Flagge ist dank der Höhe aus größerer Entfernung sichtbar und erregt auf diese Weise Aufmerksamkeit. Wehende Fahnen an einem Flaggenmast können zu repräsentativen Zwecken oder als Werbeträger in vielen Ausführungen eingesetzt werden. Auf Regierungs- oder Vereinsgelände symbolisiert die Fahne die Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, während eine Fahnenstange auf einem Firmengelände häufig mit einem Werbebanner ausgerüstet wird. Für das Aufstellen von Fahnenmasten ist keine behördliche Genehmigung erforderlich. 

Vorrichtungen und Zubehör

Bestandteile eines Fahnenmastes

Ein Fahnenmast setzt sich aus vier Elementen zusammen: Mast beziehungsweise Mastrohr, Ausleger, Hissvorrichtung und Bodenhalterung. Das Rohr für den Mast, auch Antennenmast oder Mastrohr genannt, kann aus unterschiedlichen Werkstoffen bestehen. Neben den Ausführungen in Kunststoff, Aluminium und Holz wird vereinzelt Edelstahl verwendet. Am weitesten verbreitet sind Masten aus Alu, da das Leichtmetall witterungs- und korrosionsbeständig ist. Am oberen Ende befindet sich ein Schlussstück, das als Mastkopf oder Mastaufsatz bezeichnet wird. Bei der Hissvorrichtung wird zwischen einer Innenseilführung und einer außen liegenden Vorrichtung zum Hissen der Flagge unterschieden. Bei der Innenseilführung liegt das Seil wie der Name sagt innen des Fahnenmastes. Bei der letztgenannten Variante verläuft das Hissseil außen am Mastprofil entlang. Von großer Wichtigkeit ist dabei mehr die Bodenhalterung als der Durchmesser des Mastrohrs. Die Bodenhalterung verleiht dem Fahnenmast Halt und Stabilität, indem ein Ankerkorb ins Fundament eingelassen wird.

Fahnenmasten mit Ausleger

In der Praxis kommen Fahnenmasten mit oder ohne Ausleger zum Einsatz. Während bei einer Fahnenstange ohne Ausleger die Flagge nur bei Wind ausweht und vollständig sichtbar ist, gewährleistet die Variante mit Ausleger den Vorteil einer vollständigen Sichtbarkeit unabhängig von der Windstärke. Dieser Vorteil spiegelt sich auch im Preis wieder. Außerdem gibt es hissbare und nicht hissbare Ausleger. Hissbare Ausleger vereinfachen das Wechseln einer Flagge. Häufig verwendet wird auch ein hissbarer Drehausleger. Dabei handelt es sich um eine Querstrebe, die im rechten Winkel zum Fahnenmast angebracht ist. An diesem Holm wird das Fahnentuch horizontal gespannt, während es gleichzeitig am senkrecht stehenden Fahnenmast befestigt ist. Weht der Wind, rotiert der Drehausleger um den Flaggenmast. Die Fahne richtet sich auf diese Weise stets nach der Windrichtung aus. Eine zweite Auslegervariante ist der Teleskopdrehausleger. Dieser Querholm ist ausziehbar und kann an unterschiedliche Fahnengrößen angepasst werden.

Zubehör für Fahnenmasten

Bestimmte Elemente eines Fahnenmastes zeigen nach einer gewissen Zeit Verschleißerscheinungen, die sich in einer Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit niederschlagen können. Im gut sortierten Fachhandel finden Sie für den jeweiligen Fahnenmast das passende Zubehör wie zum Beispiel das passende Seil für die Innenseilführung. Klassische Zubehörteile sind Flaggengewichte, Schraubfundamente zum Fixieren des Mastes am Boden, Kurbelhissvorrichtungen, Strickschlaufen, Ankerkorb und Kipphalterung. Zusätzlich erhältlich sind Fahnenmast-Beleuchtungen, die die Flagge auch nach Einbruch der Dunkelheit sichtbar machen.

Montage

Sicheres Befestigen des Fahnenmastes

Das sichere Befestigen eines Fahnenmastes erfolgt mit einem auf den jeweiligen Typ abgestimmten Bodenelement. Grundsätzlich ist das Gießen eines Fundamentes angezeigt, damit der Mast die erforderliche Stabilität bekommt und wechselnden Windlasten widersteht. Das Herstellen eines Fundamentes und das Aufstellen des Mastrohres muss nicht zwangsläufig ein Fachmann übernehmen. Auch handwerklich begabte Laien können mithilfe eines mitgelieferten Planes ein Fundament aus Beton anlegen. Zur Befestigung stehen Ihnen verschiedene Systeme zur Auswahl. Als Halterung kommen eine Bodenhülse, ein Masthalter und eine Kipphalterung infrage. Zentrierkeil und Justierbolzen sorgen dafür, dass der Flaggenmast in die richtige Position gebracht wird. Eine Bodenhülse mit Zentrierkeil kommt bei Fahnenmasten mit einem Durchmesser von 75 – 100 cm infrage. Sie wird einbetoniert und sollte eine Tiefe von ca. 70 cm besitzen. Bei der Größe des Fundaments halten Sie sich an die Faustformel: Die Kantenlänge eines quadratischen Betonfundamentes sollte etwa 10 Prozent der Masthöhe entsprechen. Die Beschaffenheit und Konsistenz des Zements richtet sich nach der Bodenbeschaffenheit und dem Standort. 

Wie befestigt man eine Fahne am Fahnenmast?

Bei Flaggen im Hochformat erfolgt die Befestigung mit seitlich gelagerten Karabinerhaken. Die gilt für Metallmasten mit außen liegendem Hissseil. Bei einem innen liegenden Hissseil werden zur Befestigung der Flagge Gurtbandschlaufen verwendet. Sie gehören zum Zubehör und sind im Fachhandel in unterschiedlichen Längen erhältlich. Wegen der besseren Sichtbarkeit der Fahne auch bei Flaute entscheiden sich viele Unternehmen, Vereine und Privatpersonen für einen Fahnenmast mit Ausleger. Bei dieser Variante wird die Flagge horizontal an einem Querausleger befestigt. Die Drehausleger sind voll beweglich und können bei höherer Windlast um den Mast rotieren. Auf diese Weise hängt die Fahne auch bei höheren Windgeschwindigkeiten stets aufrecht am Mast. Mithilfe einer Seilklemme wird die das Hissseil fixiert, sobald die Fahne in die entsprechende Position gebracht wurde.

 

Fahnen und Fahnenmast

Fahnenarten und Zubehör

Fahnen unterscheiden sich hinsichtlich der Größe und des Formats. Ob an einem Fahnenmast eine Querformat- oder eine Hochformatfahne angebracht wird, häng stark von der vorherrschenden Windstärke ab. In Tallagen und Senken weht der Wind meist weniger kräftig als auf Hügelkuppen und an der See. In windarmen Regionen eignet sich eine Flagge im Hochformat. Sie entfaltet sich bereits bei einer schwachen Brise. Querformatfahnen eignen sich hingegen eher für den Einsatz in den Küstenregionen und in den Kammlagen der Mittel- oder Hochgebirge. Zum Zubehör für Fahnen gehören neben den Karabinern und den Gurtschlaufen Flaggengewichte in Form von Beschwerungssäckchen, Stabendstücke und Bedienelemente.

Optimales Größenverhältnis

Unabhängig davon, ob es sich bei der Fahne und eine Landesflagge, ein Werbebanner oder ein Vereinswappen handelt, erst bei einem richtigen Größenverhältnis erzielen Fahnen die gewünschte Außenwirkung. Eine minimalistische Fahne an einem Metallmast mit einer Nennhöhe von neun Metern wirkt ebenso deplatziert wie ein überdimensionaler Ausleger an einem fünf Meter hohen Mast. Generell sollte ein Abstand von drei Metern zwischen Boden und Fahne nicht unterschritten werden. Bei Fahnenstangen mit Drehausleger sollte der Mast im Idealfall doppelt so hoch sein, wie die Flagge selbst.

Pflege von Fahnenmasten und Fahnen

Der Pflegeaufwand für Fahnenmasten hängt stark vom verwendeten Material ab. Absolut pflegefrei sind Flaggenmasten aus Aluminium. Das Leichtmetall rostet nicht und trotzt selbst widrigsten Witterungsbedingungen. Das Gleiche gilt für Fahnenmasten aus Edelstahl. Um dem Mast nach einer gewissen Zeit neuen Glanz zu verleihen, lohnt sich der Kauf eines speziellen Edelstahlpflegemittels. Am aufwendigsten ist die Pflege von Holzmasten. Sie benötigen eine witterungsbeständige Lackierung, die in regelmäßigen Abständen erneuert werden muss. Fahnen sind im Gegensatz zum Fahnenmast Verschleißartikel und die Haltbarkeit hängt stark von den Eigenschaften des Stoffes ab. Die Haltbarkeit verlängern Sie, wenn Sie die Flagge nur zu bestimmten Anlässen hissen und bei regnerischem Wetter einholen.

Rechtliches zu Fahnenmasten

Richtlinien zum Aufstellen von Fahnenmasten

Das Aufstellen von Fahnenmasten ist genehmigungsfrei. Die Regelung der Vorschriften ist Ländersache. Welche Vorschriften beim Aufstellen eines Flaggenmastes beachtet werden müssen, erfahren Sie beim jeweiligen Bauamt der Stadt oder Gemeinde. In den Bestimmungen finden Sie auch Erklärungen zur Maximalgröße, die in der Regel 10 m nicht überschreiten darf. Sollen mehrere Fahnenmasten aufgestellt werden, spielt der Abstand zueinander eine Rolle. Handelt es sich um Fahnenstangen ohne Ausleger, sollte der Abstand zwischen 1,50 und 2,00 m liegen. Bei Fahnenmasten mit Drehausleger sollte der Abstand die doppelte Breite der Fahne plus 30 cm betragen. Bezüglich des Abstandes zum Nachbargrundstück existieren keine verbindlichen Regelungen. Grundsätzlich muss der Mast so sicher verankert sein, dass er keine Gefahr darstellt. Auch muss ausgeschlossen werden, dass die Fahne einen Schlagschatten auf das Nachbargrundstück wirft und das Flattern im Wind als Lärmbelästigung ausgelegt werden kann.

Welche Fahnen dürfen nicht gehisst werden?

Nicht jede Flagge darf in einem privaten Vorgarten gehisst werden. Selbstverständlich untersagt ist das Hissen von Fahnen mit verfassungsfeindlichen Symbolen. Darüber hinaus dürfen Privatpersonen keine schwarz-rot-goldene Bundesflagge mit dem Bundeswappen hissen. Das Bundeswappen zeigt den Adler. Fahnen dieser Art wehen unter anderem an Fahnenmasten von Auslandsvertretungen der Bundesrepublik.

Ohne Wappen kann die Bundesflagge von jedem Bürger am Fahnenmast aufgezogen werden. Gleiches gilt für die Flaggen der einzelnen Bundesländer. Auch das Hissen von Fahnen mit Vereinsemblem oder des Lieblingsfußballvereins ist uneingeschränkt erlaubt. Wer beabsichtigt, eine Fahne als Werbefläche zu nutzen, muss unter Umständen eine Genehmigung beantragen. Während eine Flagge mit Firmenlogo in der Regel nicht genehmigungspflichtig ist, kann es sich bei Werbung für bestimmte Markenprodukte anders verhalten.